Klopf, klopf - vor der Tür steht die Veränderungslust!

Klopf, klopf – vor der Tür steht die Veränderungslust!

Es gibt Tage bei der Arbeit, da ist eigentlich nichts Außergewöhnliches passiert und doch ist danach alles anders.

 

"Und das soll jetzt noch bis zur Rente so gehen? Tag ein, Tag aus... X-Jahre lang?"

 

Diese Frage ploppt unvermittelt im Gedankensalat auf und hält sich hartnäckig am Rand der Salatschüssel fest.

 

So ganz unvermittelt ist die Frage allerdings doch nicht, denn eigentlich ist sie ein Hinweisschild für unbefriedigte Bedürfnisse im Arbeitskontext. Irgendetwas ist geschehen oder eben nicht geschehen, so dass Unzufriedenheit einen Platz findet.

 

Und dann hört man dieses leise Klopfen. Zunächst ganz zaghaft. Es verschwindet auch immer mal wieder, geht unter in Alltagsgeräuschen. Bis zu dem Zeitpunkt, wo aus einem zarten und leisen Klopfen ein unüberhörbares und deutliches Pochen wird.

Die Veränderungslust! Sie steht vor der Tür und will herein. 

 

Tja, was tun? 

Manch einer reißt die Tür weit auf und nimmt herzlich in Empfang, was vor der Tür steht.

Die Veränderungslust ist für den Türaufreißer ein willkommener Gast, der viel im Gepäck hat.

Die Erweiterung des eigenen Horizonts, die Möglichkeit Neues zu lernen, die Begegnung mit fremden Menschen und die Gelegenheit sich Herausforderungen zu stellen. Und noch viel mehr.

 

 

Viele schauen durch den Türspion und beäugen und begutachten das, was sie durch das kleine "Rund" sehen können.

Die Veränderungslust ist grundsätzlich willkommen,... wenn sich dann nur nicht alles verändern würde.

Veränderung macht uns unsicher, denn wir wissen nicht, was auf uns zu kommt. 

 

 

Eine neue Tätigkeit? Eine neue Arbeitsstelle, fremde Umgebung, ein neuer Weg zur Arbeit und all die unbekannten Kollegen. Wie ist denn der Vorgesetzte? Und kann ich pünktlich Feierabend machen? Wie läuft die Absprache zu den Urlaubszeiten? Was wird meine Aufgabe sein, muss ich neue Dinge dazu lernen? Und das in meinem Alter!

 

 

Veränderung macht nicht nur unsicher, sie kann auch Angst machen.

Da kann die Veränderungslust mal fein weiter klopfen – aber die Tür bleibt zu. Die Komfortzone, der alte Arbeitsplatz, bietet viel Sicherheit.

 

 

Was würde mutiger machen und helfen die Tür zu öffnen? 

Neugierig sind wir ja doch.

 

 

Klarheit über die Veränderung

Wissen über und Selbstvertrauen zu unseren Fähigkeiten

Anerkennung unserer Wünsche und Bedürfnisse

Ziele und selbst erarbeitete Wege dorthin

Begleitung beim Tür öffnen

Schrittweise und langsames Öffnen, um zu schauen, wie die Veränderung wirkt 

 

Wunderbar, dass es für die Menschen, die die Veränderungslust vor der Tür stehen und klopfen lassen eine kleine Katzenklappe in der Tür gibt.

 

Möglichkeiten, die das Klopfen verstummen lassen. Denn ich erinnere, das Klopfen war das Hinweisschild für unbefriedigte Bedürfnisse. Das Klopfen ist die Unzufriedenheit.

 

Wenn man sich auf den Weg macht, zu erforschen, welche Bedürfnisse man hat und welche durch die Arbeit nicht oder nicht mehr befriedigt werden, hat man eine Chance mehr Zufriedenheit in sein (Arbeits-)Leben zu bringen.

 

Wenn zum Beispiel ein Bedürfnis nach Anerkennung und Wertschätzung durch den Chef nicht gestillt wird, so gibt es die Möglichkeit dieses Bedürfnis außerhalb der Arbeitszeit zu stillen. WIE?  

 

Mit dem, was Freude macht. Ehrenamtliche Tätigkeiten, mitwirken in Vereinen, Nachbarschaftshilfe, darstellen von Kunst, Hobbys in Gemeinschaft, nebenberufliche Teilselbstständigkeit, um Feedback bitten und so weiter und so weiter.

Wenn das Bedürfnis auf diesen Wegen gestillt wird,  strahlt es auf das Empfinden bei der Arbeit aus.  

 

Will man die Tür nicht ganz öffnen, so lohnt es sich doch eine Katzenklappe einzubauen.