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Farblos, formlos - langweilig!

Farblos, formlos - langweilig!

Du fühlst dich mit deiner Arbeit wie in einem farblosen, ausgeleierten Wollpullover? Er passt noch, aber die ehemals strahlenden Farben haben sich zu einem langweiligen mausgrau verwaschen. Ärmel und Bündchen ausgeleiert, die Wolle zieht Fäden und hat Knötchen. Kein Hingucker mehr, in dem du eine gute Figur machst?

Du hast Lust auf frische Farben, zartes Gefühl auf der Haut und ein Kleidungsstück, was dir und deiner Figur schmeichelt? Nichts leichter als das!

Geh` los und kauf` dir dein neues Lieblingsteil. 

Mit Jobs ist es ähnlich... aber eben nur ähnlich!

 

Ich war erschrocken, als ich spürte, meine Arbeit "passt" mir nicht mehr. Das Thema, in meinem Fall, das Reisen, fand ich immer noch toll, aber die Tätigkeit, das Verkaufen, erfüllte mich nicht mehr.

Die Aufgaben forderten mich nicht mehr und ich war gelangweilt. Auch mein Arbeitsumfeld hatte sich geändert und zwar so, dass ich nicht mehr glücklich war mit dem, was ich tat und wo ich es tat.

 

Ich war gut in meinem Job, also passte mein Pullover ja eigentlich noch, um in diesem Bild zu bleiben. In meiner Wahrnehmung waren aber die Farben sehr verblasst und haben ihren Reiz auf mich verloren. 

 

Was tat ich demzufolge?

Ich habe meinen Status quo bestimmt und mich gefragt, wo ich stehe, was ich tue und was mich so unzufrieden macht? 

Ich habe mich gefragt, was ich brauche, um glücklich zu sein, habe meine Bedürfnisse an die Arbeit und meine Freizeit überprüft. 

Ich habe meine Werte bestimmt und geschaut, wie sich diese noch in meine aktuelle Arbeitswelt einfügen.

 

Was kam dabei heraus?

Ich kann nicht bleiben, kam dabei heraus. Ich muss etwas verändern. Das, was ich brauche, um zufrieden zu sein, kann meine Arbeit mir nicht mehr bieten. Kann ich mir mit meinem Job selbst nicht mehr erfüllen.

Meine Lebensumstände und ich haben sich verändert. Das, was vor 10 Jahren noch für mich passte und genau richtig war, hat sich inzwischen verändert. 

 

Wie habe ich reagiert?

Verzweifelt – planlos, orientierungslos, aufgelöst! 

Freunde und Familie hatten viele Ideen und Ratschläge was ich stattdessen machen könnte. Bei mir herrschte maximale Verwirrung!

Währenddessen quälte ich mich weiter zu meiner Arbeit und trug den Frust über meine Orientierungslosigkeit und den Missmut von der Arbeit mit nach hause. Keine gute Zeit für meinen Partner und mich.

 

Wie habe ich daraus gefunden?

Das war ein Prozess, in dem ich Antworten auf die Fragen fand, welche meine Interessen, meine Kompetenzen, meine Ziele und Wünsche, was meine Persönlichkeit und meine Träume sind.

Diese ersten Schritte gingen nach innen. Ich habe mich selbst und mein Leben beleuchtet und aus verschiedenen Richtungen betrachtet. Dadurch entstanden Ideen, erste Ziele und berufliche Pläne.

 

Und jetzt?

Die Umsetzung ist erfolgt. 

Ich habe Entscheidungen getroffen und Entwicklungsfelder beackert. Viel gelernt, wichtige Erfahrungen gesammelt und Frieden geschlossen mit der Zeit, in der ich unzufrieden war.

Meine neue Tätigkeit macht mich sehr zufrieden und ich bin motiviert und gespannt, was ich in dieser Arbeit noch alles entdecken werde.

Mein Job steht mir jetzt richtig gut. Wie meine neue Lieblingsbluse!

Ich pflege sie, damit ihre Farben leuchten, damit sie in Form bleibt und nicht abgetragen wirkt.