Träume ohne Altersbegrenzung

Träume ohne Altersbegrenzung

Kandidaten in Castingshows gehen sehr weit, um vielleicht einmal im Rampenlicht auf einer Bühne zu stehen. Sie lassen sich von einer Jury bewerten und zur Belustigung anderer sogar manchmal beleidigen. Junge Frauen laufen in unbequemen High Heels und Bikinis vor Heidi Klum und irgendwelchen Designerfatzken herum, um sich sagen zu lassen, dass sie steif wie ein Brett sind und dass Heidi leider heute kein Foto für sie hat. 

 

Musiker, die täglich in Fußgängerzonen Musik machen und singen, um entdeckt zu werden, um einen Plattenvertrag zu erhalten und um von ihrer Leidenschaft leben zu können.

 

Sportler, die jeden Tag hart trainieren, über ihre Grenzen gehen, um ihre Ziele zu erreichen, um vielleicht einmal im Leben bei Olympia teilnehmen zu können.

 

Singles, die die Liebe ihres Lebens finden möchten und den Traum von einer glücklichen Partnerschaft leben wollen und heiraten möchten. Sie verbringen viele Stunden auf Dating Plattformen und suchen online nach ihrem Glück. Sie zahlen Geld für eine Partnervermittlung oder stellen sich öffentlich zur Schau beim Bachelor im Fernsehen, um einen "Traumprinzen" zu ergattern.

 

 

Familie, ein eigenes Kind! Paare nehmen so viel auf sich, um diesen Wunsch wahr werden zu lassen. Hoffnung, Zeit, Geld, Schmerzen, Enttäuschungen und Bürokratie in Adoptionsfällen. Alles dreht sich um den Wunsch nach einem Kind. 

 

Studenten mit manchmal mehr als zwei oder drei Nebenjobs, mit denen sie ihr Studium in einer teuren Metropole finanzieren. Der Wunsch, einen ausgewählten Beruf zu erlernen ist so groß, dass dafür keine Mühe gescheut wird, wenn es auch ohne elterliche Unterstützung gehen muss.

 

Für einen Traum, der in Erfüllung gehen soll, sind Menschen bereit viel zu tun, einiges zu riskieren, einzustecken, hinzunehmen und auszuhalten. Engagement und Einsatz zu zeigen, immer für die eine Sache, den einen ersehnten Traum.

 

Das bewundere ich sehr und hat meinen Respekt. 

 

Ich habe Respekt vor denen, die genau wissen, was sie erreichen möchten, denen egal ist, ob sie sich zum "Horst" machen, die mit einem "dicken Fell" Kritik aushalten, um ihrem Ziel näher zu kommen. Ich bewundere die, die nicht gleich bei der kleinsten Niederlage den Kopf in den Sand stecken und aufgeben. Menschen, die alles investieren, was sie haben, um das zu erreichen, wovon sie träumen. Die Schmerzen aushalten, weil sie ihre Hoffnung nicht aufgeben wollen.

 

Wovon träume ich eigentlich?

Was ist mir so wichtig, dass ich alles dafür gebe, um es zu erreichen?

 

 

Diese Frage beschäftigt mich. Ich habe nichts gefunden, wofür ich so brenne, dass ich alles auf eine Karte setze würde. Wofür ich alles geben und mich kasteien würde. 

 

Bin ich froh und dankbar, dass ich zufrieden mit dem bin, was ist? Oder bin ich enttäuscht, dass in mir nichts mehr brennt?

 

Das kann ich noch nicht genau beantworten und aus diesem Grund möchte ich mich wieder viel genauer unter die Lupe nehmen. Auf mich achten und sensibel betrachten, was da vielleicht wieder aufflammt, wenn es Zeit und Raum erhält. 

Träume zu haben ist doch nicht zeitlich limitiert. Nicht ein Phänomen der Jugend und kennt keine Altersbegrenzung, oder? Aber Träume brauchen Platz im Kopf und im Herzen!

 

Wenn ich ehrlich bin, wünsche ich mir sehr einen Traum. Einen Traum für den ich mich einsetzen möchte, der mich fordert und für den ich hart arbeiten muss. Der Rest meines Lebens ist hoffentlich noch lang. Da lohnt es sich doch nach Träumen zu suchen :-)

Träume sind Leidenschaft und ich möchte leidenschaftlich leben. Ein auf und ab spüren. Einmal wütend, weil alles so schwierig ist und dann wieder unglaublich begeistert, weil etwas genial funktioniert. Ich wünsche mir mehr als zufrieden und glücklich zu sein.