Frustlöscher am Arbeitsplatz

Frustlöscher am Arbeitsplatz

 

 

 

 

Warte nicht darauf, dass sich die Situation ändert, der Arbeitskollege versetzt wird, der Vorgesetzte befördert wird oder oder oder. Mach dich zum Frustlöscher und gehe aktiv auf deine Frustpunkte zu. Dafür erhälst du hier einige Anregungen:

 

 

1. Schritt Analyse: Definiere deinen Frust. Verabschiede dich davon, alles in einen Topf zu schmeißen, alles über einen Kamm zu scheren und aus einem einzigen Frustpunkt eine Angelegenheit zu entwickeln, über die du nur noch verärgert bist und keine Freude mehr empfinden kannst. Diese Verallgemeinerung tut dir und deiner Beziehung zur Arbeit nicht gut. Frage dich zuerst, wer an deinem Frust beteiligt ist?

Dazu kannst du eine kleine Zeichnung anfertigen. Male dich in die Mitte des Blattes und kennzeichne dich mit deinem Namen oder ICH. Zeichne jetzt um dich herum die Personen oder Gruppen, die an deinem Ärger beteiligt sind. (Vorgesetzte, Kollegen, Kunden, Lieferanten, Kooperationspartner, die Reinigungsleute, die Kollegen aus der Kantine, der Hausmeister,...)

In Bezug auf deinen Frustpunkt, verlasse jetzt die Gedanken, die du bisher gedacht hast und die zum Löschen deines Frustes nicht beitragen konnten:

 

"Mein Vorgesetzter verlangt schon wieder...."

"Es ist doch immer das Gleiche, immer muss ich..."

"Dauernd will sie..."

"Wenn er/sie nicht immer..., dann wäre..."

"Könnte doch der Kollege nur..., dann hätte ich..."

 

Beginne Thesen aufzustellen und Verständnis für das Verhalten der Beteiligten zu entwickeln, wie:

 

"Sicher verhält er/sie sich in Bezug auf meinen Frust so, weil..."

"Der Kollege macht das so, weil..."

"Sein Bedürfnis in dieser Angelegenheit ist sicher..."

"Ihr Wunsch ist vermutlich..."

 

 

Jetzt beachte dich in der Mitte des Blattes und schreibe deine Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche in Bezug auf deinen Ärger bei der Arbeit auf. Du darfst einen Wunschzettel schreiben ohne Einschränkungen:

Beispiele:

1. Ich wünsche mir ein eigenes Büro 

2. Die Aufgabe xy möchte ich nicht mehr machen

3. Ich wünsche mir Anerkennung für meine Leistung

4. u.v.m

2. Schritt Ideen Entwicklung:

Was kann ich dafür tun, damit mein Frust sich auflöst? Wie kann ich meine Bedürfnisse nach... erreichen? Welche konkreten Ideen habe ich, um das Problem zu lösen?

 

In diesem Punkt sammle alle Ideen. Je mehr desto besser, egal ob realistisch oder unrealistisch. Oft liegt gerade in unrealistischen Ideen eine brauchbare Lösung. Schreibe jede einzelne Idee auf ein einzelnes Blatt und breite alle Blätter vor dir aus. Erkennst du Zusammenhänge, Überschneidungen und fallen dir zu deinen Ideen Erlebnisse aus deiner Vergangenheit ein? Wie hast du damals gehandelt? Welche Aspekte der unrealistischen Ideen sind brauchbar und umsetzbar?

3. Schritt Umsetzung

Welche Idee ist die Beste? Starte mit dieser und unterbreite Beteiligten und Entscheidern konkrete Lösungsvorschläge. Stelle deinen Standpunkt dar und schiebe die Vorteile und den Nutzen für die anderen Personen in den Vordergrund. Das kommt immer besser an, als ausschließlich über eine Gegebenheit zu schimpfen. Beteiligte können dir leichter und schneller folgen, wenn du bereits eine passende Lösung präsentieren kannst.

 

So beseitigst du selbst und aktiv jeden Ärger, der dich an oder bei deiner Arbeit verärgert.