Die Heidi in meiner Arbeitswelt

Die Heidi in meiner Arbeitswelt

Erinnerst du dich noch daran, was du als Kind einmal werden wolltest. Baggerfahrer, Lokführer, Prinzessin, Clown, Tierärztin, Polizist..?

Was ist daraus geworden? Was machst du heute beruflich und was von dem, was du heute tust, hat eventuell noch mit deiner kindlichen Vorstellung zu tun?

 

Spannend daran ist, wie sich berufliche Wünsche mit der Zeit verändern oder eben manifestieren können.  Einige von uns haben als Kind genaue Ideen von ihrer Zukunft, von dem Beruf, den sie einmal ausüben möchten und setzen das auch genau so um.

 

„Ich werde Lokführer“, sagt Florin als fünfjähriger Junge. Als Florin 2001 auf die Welt kommt, wohnen seine Eltern mit ihm 10 Meter von den Bahngleisen entfernt. Mit gut fünf Jahren zieht die Familie um. Der Zufall will es, das die Familie ab dann gerade mal 15 Meter von der Hauptsstrecke St.Gallen-Zürich entfernt wohnt. Ab diesem Zeitpunkt fasziniert Florin die Eisenbahnwelt ganz bewusst. Täglich mussten seine Eltern mit ihm zum Bahnübergang, wo er stundenlang verweilen konnte und die Geräusche der Loks und die Signalzeichen nachmachen konnte. Heute ist Florin 16 Jahre alt und arbeitet aktiv an seiner Karriere zum Lokführer, dass heißt er kümmert sich um alle technischen Details von Loks, kann alle Fahrzeichen interpretieren und baut sich sein Wissen Stein um Stein auf. Sein Plan ist nach der Schule Elektrotechnik zu lernen, um die Voraussetzungen für seinen Traumberuf zu erfüllen.

 

Nicht jeder bleibt seinem Kindheitstraum so lange treu und setzt ihn tatsächlich auch in die Tat um. Viele wählen später eine ganz andere Richtung und wechseln mehrfach den Beruf. Früher war das mit dem häufigen Wechseln nicht so angesagt, heute wird es fast vorausgesetzt. Unterschiedliche Erfahrungen sammeln, Fähigkeiten und Kompetenzen erweitern, Perspektiven wechseln. Im Ausland arbeiten und kreative Ideen in ein Unternehmen einbringen, sind die Wünsche und Erwartungen vieler Arbeitgeber.

 

Ich wollte als Kind immer Heidi werden. Das ist zwar kein Beruf, aber in Heidi steckt ganz viel, was mir auch heute noch wichtig ist. Barfuß über eine blühende Sommerwiese laufen, ausgelassen und fröhlich in der Natur sein und Freiheit spüren. Die innige Freundschaft zu Peter und die Liebe zum Alm-Öhi. Wertschätzung für die Tiere und die Natur in der Heidi lebt. Klingt vielleicht kitschig oder romantisch. Mag sein…für mich bedeutet es Sehnsucht. 

 

Bei meinem Einstieg in das Berufsleben wurden uns Regeln mit auf den Weg gegeben:

  • die einmal gewählte berufliche Richtung beibehalten
  • sich fleißig und stetig hochzuarbeiten
  • die Zähne zusammen beißen, auch wenn die Arbeit nicht gefällt

 

Sätze wie das Leben ist kein Wunschkonzert, Arbeit muss nicht immer Spaß machen und Geld muss man sich hart erarbeiten begleiten viele bis heute.

 

 

Umso schöner und federleichter, dass ein Umdenken stattfindet. Längst ist nicht überall angekommen, wie erfüllend und motivierend es ist, auf sich selbst zu achten und selbst zu entscheiden, wie die eigene Arbeit gestaltet werden kann. Ich freue mich ein Teil dieser Bewegung der neuen Sicht auf die Arbeit zu sein. Ich fühle mich Kraft meiner Ausbildung und meiner Ambition als sanfte Antreiberin für das Umdenken in Bezug auf die eigenen Bedürfnisse im Arbeitsleben.

 

Das sanfte Antreiben beschreibt gut, was mir wichtig ist. Viele Menschen haben Sehnsüchte, wie ich mit meiner Heidi.

Ängste, die gefangen nehmen. Verpflichtungen, Bindungen, Lebensumstände, die man nicht mit einer Brechstange von einem Tag auf den nächsten einreißen mag. 

Und doch ist da die spürbare Lust am Leben, das fröhliche über die Wiese Hüpfen und Dinge tun, die einem gefallen und einem wirklich liegen. Lebenszeit sinnvoll ausschöpfen, mit dem Wissen darüber, wo man beruflich hingehört. So wie Heidi - eben nicht nach Frankfurt in die Stadt, sondern in die Schweizer Bergwelt. Wenn du auch umdenken möchtest und dich sanft antreiben lassen möchtest, um deine Sehnsüchte wahrzunehmen, dich dafür zu entscheiden, was dir liegt und du gerne machst, dann besuch meine Seite www.arbeitsgluecklich.de oder meinen Workshop "Mach dich arbeitsglücklich!"

 

Es muss kein Wechsel sein. Du bestimmst, wie weit du gehst und was du verbessern möchtest. Auch kleine Schritte bringen große Wirkung, wenn du dein Jobprofil einmal ordentlich polieren willst, wenn du in den Fokus nimmst, wofür du früher einmal angetreten bist und was dir davon heute noch am Herzen liegt. Diese Klarheit bringt dich in die richtige Arbeitsrichtung. Keiner weiß, ob sie nach oben, rechts oder links führt.

Es gibt Möglichkeiten auch innerhalb eines bestehenden Arbeitsverhältnisses Ideen zu entwickeln, um mehr Vielfalt oder ungenutzte Talente in die Arbeit zu integrieren. In diesem Sinne bleib sehnsüchtig und mach dich arbeitsglücklich.