Gedankensalat - und wie daraus konkrete Jobideen entstehen

Gedankensalat - und wie daraus konkrete Jobideen entstehen

"Ideen habe ich schon die ein oder andere. Aber sind die wirklich gut und wie setze ich sie um?" 

Das Phänomen ist vielen bekannt. Wie wird aus den eigentlich guten Ideen und Vorstellungen vom Leben ein konkreter Plan? Wie filtere ich meine Gedanken und wie stelle ich meinen Fokus ein? 

 

Wunderbar, wenn schon Ideen entwickelt wurden. Wenn in der Vorstellung schon Bilder vom zukünftigen Tun entstanden sind. Doch auch Menschen, die bislang weniger konkret werden konnten, finden daran schnell Anschluss. Wie?

Indem sie sich selbst kennen lernen und eine innere Inventur machen. Mit Fragen wie: "Wofür kann ich mich begeistern? Was beschäftigt mich? Was fällt mir leicht? Womit kenne ich mich aus oder wo bin ich eventuell so etwas wie ein Experte?" 

 

Für diese Fragen braucht man ein wenig Zeit und jeder Mensch hat unterschiedliche Zugänge zu seinen individuellen Antworten. Der eine schaut im hier und jetzt. Durchleuchtet seine Lieblingsaufgaben am Arbeitsplatz, schaut bei Hobbies, findet Ergebnisse im letzten Urlaub und wird eventuell fündig in seiner Freizeitgestaltung. Anderen fällt es leichter sich in der eigenen Vergangenheit um zusehen. Was war bisher? Welche Projekte, Aktionen oder welche Aufgaben haben große Freude gemacht? Wo hat Wachstum und Entwicklung stattgefunden? Mit wem, wie und wo wurde das erlebt? 

Und wieder andere haben einen guten Zugang zu ihrer Fantasie. Ihnen fällt es leicht Wunschvorstellungen zu entwickeln, Träume zu beschreiben und groß zu denken. Was wäre, wenn ich ....? 

 

 

Egal, wie man den Ideenmuskel anspannt und trainiert - Hauptsache es gibt einen ordentlichen Muskelkater ;-)

Im positiven Sinne natürlich. Übungen im Work Life Design schaffen im ersten Schritt mehr Klarheit zu den Dingen, die Motivation und Flow bedeuten. Im zweiten Schritt werden mit kreativen Methoden Ideen entwickelt. Da staunt man oft nicht schlecht, was mit dem Verlassen der eigenen Grauzone zum Vorschein kommt.

Die Entwürfe, Vorstellungen und Ideen, die als Gedankensalat durch den Geist wabern, konkretisieren sich und finden mehr Fokus. Der folgende Schritt wird sein, die Ideen zu testen und in die Umsetzung zu bringen.

 

Erleichterung findet man während dieser inneren Inventur:

  • Indem man Druck ablässt. Der Druck, der "the one and only - Idee". Die Idee, die das Leben für immer und ewig verändern muss. Der Superstar unter den Ideen.
  • Indem man Druck ablässt. Der Zeitdruck. Zeit ist kostbar - na klar. Unter Zeitdruck können Ideen sich jedoch nicht immer entfalten. Frust ist vorprogrammiert. Es empfiehlt sich größere Zeiträume und Spielräume zu wählen.
  • Indem man Druck ablässt. Der Erfolgsdruck. Häufig hausgemacht - scheitern ist beim Ideen umsetzen unbedingt erlaubt. Im Scheitern erlebt sich jeder neu und kommt trotzdem einen Schritt voran. Das, was nicht funktioniert hat, kann nach dem Ausschlussprinzip ad acta gelegt werden.

Zu viele Ideen, Vorteil oder Handicap?

Das beurteilt am Ende jeder für sich. Menschen die ausschließlich die eine Lebensidee haben, das eine übergeordnete Hauptthema, welchem sie sich hingeben möchten scheinen fokussierter, erfolgreicher, schneller am Ziel? Vielleicht ist es im Idealfall so.

"Du musst dich mal auf eine Sache konzentrieren", hören häufig schon Kinder, wenn die Eltern mit der Vielfältigkeit überfordert sind. 

 

Sicher entwickelt jeder seinen individuellen Umgang mit vielfältigem persönlichen Potential. Vielleicht kann man die vielen Ideen, Interessen und Fähigkeiten bündeln und miteinander verknüpfen? Vielleicht ergänzen und unterstützen sich Ideen gegenseitig und bringen somit Fortschritt auf dem Weg zur persönlichen Zufriedenheit. 

 

Sich zwingen etwas zu streichen klingt in manchen Ohren vernünftig. Es kann sich allerdings auch wie Beschneidung anfühlen. In diesem Sinne, entscheide selbst! Mit einer inneren Inventur Möglichkeiten entdecken.

 

arbeitsglückliche Grüße, deine Anne