Arbeitskollegen kann man sich leider nicht "backen"

Arbeitskollegen kann man sich leider nicht "backen"

Wie wichtig sind die „richtigen“ ArbeitskollegenInnen für ein arbeitsglücklich® Empfinden? Menschen, die Rücksicht nehmen, wenn es einem nicht so gut geht. KollegenInnen, die mit- und nicht gegeneinander agieren. Die an gleichen Zielen arbeiten und sich gegenseitig bereichern, füreinander den Kopf hinhalten und sich gegenseitig motivieren. KollegenInnen, die gute Ideen haben, respektvoll miteinander umgehen und auf die Meinung der KollegenInnen zählen. Traumvorstellung?

Im angestellten Verhältnis ist man wohl oder übel darauf angewiesen, wie die Unternehmensführung oder das Personalbüro die Menschen am Arbeitsplatz zusammenwürfelt. Manchmal kann man sich fragen, welche Faktoren beim Einstellen von KollegenInnen eine übergeordnete Rolle spielen.

Kann und wird darauf geachtet, wie ein Team tickt und ob der oder die neue Kollegin in das bestehende Team passt? Mit dem Blick auf das Miteinander im Arbeitsalltag ist diese Frage nicht unwichtig. Wie sehr können Personalentscheider darauf Rücksicht nehmen und wie lassen sich neue Mitarbeiter auf Herz und Nieren prüfen ohne Rechte zu verletzen und ohne übergriffig zu werden? Wie viel Prüfung vorab ist überhaupt rechtens?

 

 

Bevor sich Antworten auf diese Fragen finden lassen, kann nach meiner Lebenseinstellung jeder immer selbst aktiv werden um sich arbeitsglücklich® zu fühlen. Jeder darf selbstverantwortlich überprüfen, wie das Miteinander am Arbeitsplatz auf sein eigenes Wohlgefühl wirkt und Einfluss nimmt. Weiterhin empfinde ich jeden selbstverantwortlich zum Gelingen eines angenehmen Miteinanders beizutragen. Dazu lassen sich die drei Schritte aus dem Work Life Design nutzen. Diese drei Schritte lassen sich in Eigenarbeit oder mit dem Team durchlaufen.

 

1. Analyse

Wie ist aktuell mein Arbeitsverhältnis zu den Kollegen und wie hätte ich es lieber?

Was ist mir wichtig, worauf lege ich Wert im Umgang mit Arbeitskollegen/innen?

Wie bin ich selbst, wie ticke ich, welche Werte habe ich?

Welches Verhaltensprofil und Arbeitsweise machen mich aus?

Was kann ich geben und was möchte ich in Bezug auf Kollegen gerne nehmen?

Was belastet mich, was bereichert mich?

 

2. Ideententwicklung

Was kann ich dafür tun, dass das Klima an meinem Arbeitsplatz so ist, wie ich es mir wünsche? Das es so ist, dass ich gesund bleibe und gut arbeiten kann?

Welche kleinen oder großen Projekte könnte ich initiieren, um Kollegen mit in mein Boot zu holen?

Was kann ich an meiner Kommunikation verändern?

Was interessiert die Anderen? Welche Ideen für ein besseres Miteinander finden die Kollegen gut?

Wie mache ich das, was mich belastet für die KollegenInnen transparent und wie kann es abstellen oder minimieren?

 

3. Umsetzung

Ideen per Abstimmung priorisieren

Zeiträume festlegen, in denen erste Ideen ausprobiert und getestet werden

Was nicht funktioniert, wird gestrichen und die nächste Idee kommt an den Start

Fokus auf Teilbereiche, die eventuell effektiv waren und noch verwendet werden sollen

Auswertung der Ergebnisse und Entscheidung, wie zukünftiges Verhalten verändert werden soll.

 

 

Das hört sich alles nach viel Arbeit an? Ja, das glaube ich auch. Dieser Einsatz ist für Menschen wertvoll, die in der Reflexion feststellen, wie wichtig ihnen ein angenehmes Arbeitsklima ist. Harmonie am Arbeitsplatz ist einer der Faktoren um sich  arbeitsglücklich® zu fühlen.

 

  

 

Als freiberuflich Tätige arbeite ich in der Regel alleine. Manchmal wünsche ich mir morgens ein Großraumbüro zu betreten und von netten Menschen lächelnd begrüßt zu werden. Einen Arbeitsplatz neben motiviert arbeitenden KollegenInnen einzunehmen und einige nette Worte zu wechseln. Jemanden in der Nähe zu haben, der bei Fragen eine Antwort weiß, der bei Problemen einen hilfreichen Denkanstoß liefert und der mal einen Kaffee mitbringt und auch ein privates Wort wechseln mag. Arbeiten unter Freunden.

 

Meine Analyse hat also ergeben, dass ich Ideen entwickeln sollte, um zumindest hin und wieder in Gesellschaft zu arbeiten. Ideen dazu:

 

1. Kooperationen suchen

2. Netzwerken außerhalb von Social Media beitreten

3. Coworking Büro ansehen und eventuell einen Tag in der Woche buchen

4. Auf Kollegen zugehen und Austausch initiieren

 

 

Was sind Deine nächsten Schritte, wenn ein angenehmes Arbeitsklima Dich arbeitsglücklich® machen würde? Backen kann man sich die KollegenInnen ja leider nicht J